Nistkästen für die natürliche Schädlingspolizei

Brütende Vögel finden zum Nestbau kaum noch morsche Bäume und andere Plätze, an denen sie ihre Jungen großziehen können. Mit Nistkästen können Sie für Ausweichmöglichkeiten sorgen und so den "jungen Eltern" ein zu Hause bieten. Ein Meisen-Pärchen mit Nachkommen vertilgt im Jahr rund 70 Tausend Raupen und 20 Millionen Taginsekten. Stare und Meisen zum Beispiel beginnen bei milder Witterung bereits im Februar mit dem Nestbau. Ab März legen die Weibchen die Eier, und zwei Wochen später schlüpfen die Küken.

Bei der Wahl des richtigen Nistkastens sollten Sie beachten, dass er natürlich und atmungsaktiv. Nistkästen aus Plastik oder Metall sind nicht zu empfehlen. 

Nistkästen aus Holz, Holzbeton oder Bimsbeton haben sich besonders bewährt, sie praxistauglich und langlebig. Am einfachsten zu reinigen sind Kästen, bei denen Sie nicht nur das Dach, sondern auch die Vorderwand leicht abnehmen können. Bei ausgehöhlten Baumstämme, die sich von unten öffnen lassen, besteht die Gefahr, dass das Nest samt Jungvögel herausfällt.

Der geeignete Platz

Das Häuschen sollte in etwa 2 Meter Höhe angebracht werden. Freie Sicht ist für die Vögel wichtig, damit sie Feinde rechtzeitig erkennen können – also mindestens ein paar Meter Abstand zu einer Hausmauer. Außerdem sollte der Nistkasten nicht in einer Astgabel angebracht werden, da Katzen oder Marder die Vögel sonst leicht erreichen können. Eine Haus- oder Schuppenwand, bestenfalls geschützt unter einem Dach mit einer Mindesthöhe von 2,5 Metern ist ebenfalls ein günstiger Platz.

Der Nistkasten darf nicht längere Zeit der prallen Sonne ausgesetzt sein. Das Einflugloch zeigt Richtung Osten oder Südosten, denn andernfalls kann Wind und Regen eindringen und das Nest durchfeuchten.

Reinigung des Nistkastens

Nach der Brutzeit – also am besten im September oder Oktober reinigen Sie den Nistkasten. Dadurch werden im Nistkasten lebende Parasiten entfernt. Vernachlässigt man dies kann es zu einer erhöhten Sterblichkeit der Jungvögel im Folgehahr führen. Es genügt, den Nistkasten gut auszubürsten - eine Reinigung mit Wasser und Chemie ist nicht nötig. 

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