Schädlinge oder Nützling - wer ist gern im Garten gesehen?

Im Garten ist immer was los. In den Gartenhecken zwitschern die Vögel, Bienen bestäuben emsig Blüten, das Eichhörnchen springt von Ast zu Ast springen, Marienkäfer sonnen sich auf der Trockenmauer, über den Rasen flattern Schmetterlinge und im Komposthaufen sorgen Regenwürmer für Humus. Idylle pur, wenn man dies liest und sich vorstellt. Aber nicht alles, was da krabbelt, fliegt und wühlt ist auch willkommen. Denn neben den gern gesehenen Nützlingen lassen sich auch regelmäßig Schädlinge im Garten blicken.

Von Natur aus sind alle Lebewesen gleich, jedes Tier hat seine Berechtigung. Es ist allein der Mensch, der die Frage nach dem Sinn stellt. Entsprechend sind die Bezeichnungen Nützling und Schädling dem menschlichen Betrachtungswinkel geschuldet. Schnecken im Salatbeet möchte man nicht, auf Bienen im Obstbaum möchte man Spätsommer gern verzichten, diese sind nur im Frühjahr gern gesehen. Im Sommer, wenn man im Garten sitzt und gemütlich Kuchen isst oder Grillt, möchte man gern auf die Bienen verzichten. Was also unterscheidet Nützlinge und Schädlinge im Bezug auf den Menschen.

Nützlinge: Der biologisch fachkundige Gärtner versteht unter Nützlingen alle Tiere, die ihm von Nutzen sind. In der Regel sind dies Spinnen und Insekten. Die natürlichen Feinde der Pflanzen- und Tierschädlinge.  Bekannte Nützlinge sind zum Beispiel  Marienkäfer, Ohrwürmer, Hornissen, Florfliegen, Schwebfliegen, Raupenfliegen, Gallmücken.

Schädlinge: sie können eine "ernste" Bedrohung darstellen. Alle Organismen, die den wirtschaftlichen Erfolg einschränken, werden zu Schädlingen zusammengefasst. Man unterscheidet Agrar-, Forst-, Vorrats- und Holzschädlinge. Der Hobbygärtner nimmt vor allem Insekten als Schädlinge wahr, zum Beispiel Blattläuse oder Spinnmilben.

Und dann gibt es noch die Lästlinge: Wie das Wort bereits aussagt sind sie uns lästig. Sei es deswegen, weil sie sich nur allzu gern in unserer menschlicher Umgebung aufhalten – Insekten und wirbellose wie Kellerasseln, Silberfische oder Wespen. Ohne das von Ihnen eine Gefahr ausgeht, stören sie allein durch ihre Anwesenheit. Daher kommt auch der  Ausdruck Ungeziefer. Am Beispiel der Ameise wird dies deutlich: Treten sie in Scharen auf,  wird aus dem Lästling schnell ein Schädling.

Nützlich oder schädlich? Amseln fressen Kleingetier, das sich mit Vorliebe über Ihren Salat hermacht.  Aber die Amsel macht auch nicht Halt vor Ihren noch nicht geernteten Kirschen. Die Grenzen zwischen "Freund und Feind" sind oft fließend. Die Beurteilung hängt von der Art des Gartens, der Nutzung  und dem Auftreten der Tiere ab. 

Nicht gern gesehen, obwohl im Garten nützlich ist die Ameise.

Die kleinen Ameisen sind die Gesundheitspolizei und die Müllabfuhr in einem.  Leider beschützen die fleißigen Krabbler aber auch Blattläuse vor deren Fressfeinden. Die Ameise liebt die zuckerhaltige Ausscheidung („Honigtau“ genannt) der Blattläuse und hegt und pflegt sie. Blattläuse sind für den Hobbygärtner Pflanzenschädlinge. Umgekehrt verzehren Ameisen wiederum andere pflanzenfressende Insekten wie Blattkäferlarven und Falterraupen. Ein Graus für jeden Gartenbesitzer ist es, wenn sich Ameisen unter den Pflastersteinen der Terrasse oder unter Pflasterwegen in Höhlen einnisten und über die Steine auszuschwärmen beginnen. Spätestens, wenn die Ameise über Beine, Tische und das Grillgut krabbeln, wird sie richtig lästig. Hier können Sie auf natürliche Hilfsmittel  wie Lavendel, Reinfarn oder Wermut setzten und mit Duftsignalen die Ameisenplage vertreiben.

Lästlinge ganz einfach mit natürlichen Hilfsmitteln vertreiben

Fruchtfliegen: Angezogen werden sie vom süßen Fruchtduft. Sie sorgen für das schnelle Verderben von Obst. Auch legen sie Eier in die Früchte, was nicht appetitlich ist. Ein natürliches Hilfsmittel: Stellen Sie eine Schale mit Essigwasser und einem kleinen Spritzer Spülmittel neben das Obst. Der Essig lockt die Fruchtfliege an, aufgrund der fehlenden Oberflächenspannung ertrinken diese dann im  Wasser. 

Grasmilben: Winzig kleine Spinnentiere, auch Gras- oder Herbstläuse, Ernte- oder Heumilben genannt. Sie sitzen am Ende des Sommers im Rasen und verursachen juckende und unangenehme Stiche an den Beinen. Natürliches Hilfsmittel: Halten Sie den Rasen sehr kurz und bewässern ihn. Den Rasenschnitt nicht auf den Komposthaufen entsorgen, besser zu einem Gartenabfallsammelplatz bringen. Im folgenden Frühjahr muß der Rasen  gut vertikutiert werden. 

 

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