Schritt für Schritt zum Gartenteich

 

Schritt-für-Schritt zum Gartenteich

Schritt 1 – die Lage im Garten, die Teichform und die Größe

Wenn Sie einen Folienteich anlegen möchte, müssen Sie sich zuerst überlegen an welcher Stelle im Garten der Teich seinen Platz finden soll und ob dieser ausgewählte Platz auch geeignet ist. Danach bestimmen Sie die Form des Gartenteichs. Dabei sind Ihrer Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Ihr Teich kann rund, oval, rechteckig oder auch nierenförmig sein. Stehen nun Lage,  Form und Größe fest, markieren Sie die Stelle mit Schnurr, Spray oder anderen Hilfsmitteln.

 

Schritt 2 – Ausheben der Teichgrube

Nun heben Sie, entlang der vorher gesteckten Markierung, die Teichgrube von innen nach außen aus. Wichtig: achten Sie auf die verschiedenen Pflanzzonen und legen das Teichprofil entsprechend terrassenförmig an. Die Zonen teilen Sie wie folgt auf:

1) Die Sumpfzone – sie liegt 10 bis 20 Zentimeter tief.

2) Die Flachwasserzone – sie befindet sich in einer Tiefe von 20 bis 60 Zentimetern.

3) Die Tiefwasserzone – sie beginnt ab 60 Zentimetern und kann bis zu 200 Zentimeter tief werden.

Wichtig ist, das Gefälle zwischen den einzelnen Zonen sollte höchstens 25-30 Grad betragen, sodass Steine und Pflanzkörbe nicht von der vorgesehenen Terrasse in die tiefere Ebene rutschen. 

Damit die Teichfolie später möglichst keinen Schaden nimmt, müssen bereits bei der Aushebung der Grube scharfkantige Steine und Wurzeln entfernt werden. Auch ist es ratsam, alle Flächen zu glätten. Zwischendurch muss immer wieder die waagerechte Ausrichtung des Teiches überprüft werden. Dies gilt vor allem in Gärten mit Gefälle. Sind Ungleichheiten festzustellen, müssen Sie diese am Rand durch einen Erdwall ausgleichen.

 

Schritt 3 – Teichflächen mit Sand bedecken

Nun bedecken Sie die einzelnen Teichflächen möglichst gleichmäßig mit einer Sandschicht. Die Schicht muß rund 5 bis 10 Zentimeter dick sein.

 

Schritt 4 – Grube mit Teichvlies auslegen und eine Kapillarsperre anlegen

Haben Sie die Sandschicht aufgetragen, wird nun der gesamte Teich mit Teichvlies ausgelegt. Dies Vlies dient dem zusätzlichen Schutz der Teichfolie vor spitzen Steinen und Wurzeln. Der Wasserdruck, der später im Teich herrscht, bewirkt, dass die Folie mit großer Kraft gegen die Außenwände gedrückt wird. Sand und Teichvlies arbeiten hier als Puffer. Die Kapillarsperre ist deshalb so wichtig, damit Pflanzen und Wurzeln die am Teichrand wachsen, dem Teich kein Wasser entziehen können. Die Sperre sollte einmal komplett um den Teich herumgehen und rund zehn Zentimeter breit sowie auch tief sein.

 

Schritt 5 – Foliengröße bestimmen

Sie müssen die Abmessung der benötigten Folie ermitteln. Teichfolie ist nicht gerade günstig. Die gängigsten Folienarten sind PVC, PE oder EPDM Folien.

Die Foliengröße wird folgendermaßen bestimmt:

Folienlänge: Teichlänge + 2x Teichtiefe + 60 Zentimeter Zugabe

Folienbreite: Teichbreite + 2x Teichtiefe + 60 Zentimeter Zugabe

In der Regel wird die Teichfolie im Baumarkt oder im Fachgeschäft nach Quadratmetern berechnet.

 

Schritt 6 – Verlegen der Teichfolie

Am besten verlegen Sie die Teichfolie an einem warmen Tag, denn durch die Wärme wird die Folie weicher und lässt sich dadurch besser an die Form des Teiches anpassen. Auch wirft die Teichfolie an warmen Tagen weniger Falten, wohingegen sie bei kälteren Temperaturen steifer wird und sich nur schwer verlegen lässt. Zuerst wird die Teichfolie komplett ausgebreitet und über die ausgehobene Teichgrube gelegt. Nun wird die Folie möglichst faltenfrei verlegt, wobei Sie keine ruckartige Zugbewegungen machen sollten. Daraufhin müssen alle Flächen geglättet und von Steinen, Sand und ähnlichem gereinigt werden. Um eine bessere Anpassung der Folie an den Teich zu gewährleisten, empfiehlt es sich, den Teich mit rund einen halben Meter hohem Wasser zu füllen und sich die Folie einen Tag lang setzten zu lassen.

 

Schritt 7 – Aufschütten von Kies und das Befüllen mit Wasser

In diesem Schritt werden die einzelnen Pflanzzonen mit einer circa fünf bis zehn Zentimeter dicken Schicht aus gewaschenem (!) Kies bedeckt. Auf dem Kies lassen sich später die Pflanzen des Teichs sehr gut einsetzten. Kies gibt zudem keine Nährstoffe an das Wasser ab, was ebenfalls wichtig ist. Verwenden Sie nie herkömmliche Erde in Ihrem Teich, diese enthält zu viele Nährstoffe. Ist der Kies auf allen Pflanzzonen ausgebreitet worden, kann damit begonnen werden, den Teich mit Wasser zu füllen. Das Wasser lassen Sie langsam einlaufen nicht mit hohen Druck, damit der Kies nicht aufgewirbelt wird. Überschüssige Folie wird erst ganz zum Schluß abgeschnitten, da der Wasserdruck noch an der Folie ziehen kann, woraus sich erst ihre endgültige Lage ergibt.

 

Schritt 8 – Bepflanzung und Befestigung des Folienrands

Am besten befallen Sie den Teich nach und nach mit Wasser und setzten die Teichpflanzen noch im Trockenen ein. Dies geht einfacher. Erst nachdem eine Teichzone komplett fertig bepflanzt ist, wird diese geflutet und Sie beginnen mit der Bepflanzung der nächsten Zone. Sind alle Zone bepflanzt und geflutet, wird die überschüssige Folie entfernt, wobei Sie einen Überstand von einigen Zentimetern einhalten sollten. Zu guter Letzt wird der Teichrand mit Steinen wie Alpensteine https://www.steintrend24.de/natursteine/gabionsteine/70/alpenstein-120-250?c=24 oder Gartenplatten befestigt.

 

Schritt 9 – Fische ziehen ein

Die Fische können nicht direkt nach Fertigstellung des Teiches eingesetzt werden. Die Temperatur muß stimmen, zum anderen muss das Hauswasser, welches in den Teich gefüllt wurde, erst durch Bakterien umgewandelt werden. Nur so ist es für die Fische möglich zu überleben. Dies kann je nach Größe des Teiches bis zu zwei Monate Zeit in Anspruch nehmen. Um zu bestimmen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, empfiehlt sich ein Testset zur Bestimmung der Wasserqualität zu kaufen,  welches Sie im Teichfachgeschäft oder im Gartencenter erwerben können. Ebenfalls stimmen muss die Temperatur. Hier sollte im Zoogeschäft gefragt werden, welche Temperaturen die geplanten Fische bevorzugen. Achten Sie bitte darauf, dass die  Fische immer passend zur Teichgröße ausgewählt werden. Ihre endgültige Größe haben die Tiere beim Kauf oft noch nicht erreicht und zu große Fische in einen kleinen Teich zu zwängen ist Tierquälerei.  Ebenfalls wichtig bei der Wahl Ihrer Fische ist die Frage, ob die Fische im Teich überwintern oder in ein separates Winterquartier umsiedeln müssen. Dies ist unter anderem von der Tiefe des Teiches abhängig. Je tiefer der Teich, desto wahrscheinlicher können vor allem hier heimische  Arten in ihm überwintern. Fragen Sie dazu im Fachhandel nach - hier hilft man Ihnen gerne.

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